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Experten-Tipps

  • Geschmeidiges Schwimmbadwasser ohne Chlorgeruch? So geht’s: Die Tipps des Experten

    Wer das Gefühl haben möchte, in Trinkwasser zu schwimmen, braucht eine fachgemäße Schwimmbadreinigung und ein ebenso fachgemäße Wasserpflege.
    Ein ausgeklügeltes und gut abgestimmtes Zusammenspiel zwischen physikalischen und chemischen Maßnahmen ist wesentlich für ein geschmeidiges, geruchsneutrales Schwimmbadwasser. Schwimmbad- und Wellnesstechniker Christian Winkler erklärt im Folgenden die Differenzen zwischen den unterschiedlichen Aufbereitungsmethoden von Schwimmbadwasser.

    Filtration

    Die Filtration dient zur mechanischen Reinigung des Schwimmbeckenwassers: Alle sichtbaren und fast sichtbaren Schmutzstoffe, einschließlich der durch den Flockungsmittelzusatz gebildeten Flocken mit den darin eingeschlossenen kolloidalen Teilchen, werden auf der Filterbettoberfläche – und zum Teil auch in der Tiefe des Filterbettes selbst – zurückgehalten.

    Die Effizienz des Filters hängt von der Größe ab: Je größer die Oberfläche bzw. der Filterdurchmesser, desto weiter der Weg durch die Sandschichten (Hochschichtfilter) und desto besser der erzielte Reinigungseffekt. Durch eine optimale Auslegung werden ungelöste Schwebestoffe bis zu einer Größe von 0,01 mm herausgefiltert, also etwa Hautabrieb, Staub, Pflanzenteile, Sporen, organische Substanzen, Mikroorganismen etc. Durch die Kombination mit der Flockung können auch Koloide – also Fette, Öle, Cremes, Schleim, Talg, Speichel, Keime, Huminstoffe… (mit dem Auge nicht mehr wahrnehmbarer, feste Stoffe in einer Flüssigkeit) bis zu einer Größe von 1 / 1000 mm herausgefiltert werden.

    Das Ergebnis überzeugt. Je mehr Schmutz herausgefiltert werden und mit der Rückspülung des Filters entsorgt werden kann, desto weniger muss mit Chlor reagiert werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Entscheidend weniger gebundenes Chlor bzw. Chlorgeruch im Schwimmbadwasser.

    Salzwasser

    Beim Elektrolyse-System wird allein mittels Salz und Strom automatisch vor Ort das anwenderfreundliche Natriumhypochlorit (NaClO) produziert. Dieses Desinfektionsmittel besteht aus einer chemischen Verbindung von Natrium, Chlor und Sauerstoff. Wenn auch der wirksame, oxidierende Stoff Chlor enthalten ist, entsteht aufgrund der unmittelbaren, lokalen Produktion bei Bedarf kein unangenehmer Chlorgeruch. Das Verfahren ist umweltfreundlich und betriebssicher.
    Der Verbrauch von Säure zur pH- Regulierung ist reduziert, da das Natriumhypochlorid welches produziert wird, weitgehend neutral ist. Das Wasser fühlt sich geschmeidig an – ganz ohne Haut- und Augenirritation. Im Gegensatz dazu ist gekauftes Chlor stark alkalisch, um längere Lagerzeiten gewährleisten zu können.

    Chlorfreies Wasser

    Die Wasseraufbereitung durch „Sauerstoff“ funktioniert folgendermaßen: Sauerstoffabspaltende Verbindungen, wie z.B. Wasserstoffperoxid oder Persulfat, werden als Oxidations- bzw. Desinfektionsmittel eingesetzt. Oxidierend bzw. desinfizierend wirkt hierbei jedoch nicht der molekulare Sauerstoff (O2), wie Ihn auch unsere Atemluft enthält, sondern ein Saustoffradikal. Da dieses Sauerstoffradikal sehr schnell zu molekularen Sauerstoff rekombiniert, besteht die Desinfektions- bzw. die Oxidationswirkung nur kurz nach dem Zusetzen des Mittels.
    Der Begriff „Sauerstoffmethode“ ist also etwas irreführend, da auch hierbei, wie bei allen anderen Desinfektionsverfahren eine Chemikalie zugesetzt wird, und nicht etwa nur Sauerstoff. Eine Depotwirkung ist nur eingeschränkt vorhanden; deshalb ist dieses Verfahren in öffentlichen Bädern nicht zulässig.

  • Abtauchen & Wohlfühlen

    Winkler Schwimmbad. Ihr Schwimmbad.

     

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